schlechte Datenqualität
Von einem Dienstleister, der sein Geld damit verdient, Post für Leute zuzustellen, erwarte ich eine besondere Sensibilität, was Daten angeht. Ich kann daher nicht verstehen, wenn nach nunmehr 5 Monaten die Rechnungen von mir bezahlt werden und dort seit gleicher Zeitdauer bekannt ist, daß ihr Kunde verstorben ist und ich immer noch mails auf den account von Ulrich bekomme. Da hab ich mich dann mal deutlich geäußert.
“Sehr geehrte Frau [Sachbearbeiter],
ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie zentral in Ihrer Datenhaltung vermerken würden, daß Ihr Kunde Ulrich Stockburger am 14.07.2009 verstorben ist.
Sie haben bereits mehrere Schreiben erhalten, in diesen Sie auf diesen Sachverhalt hingewiesen worden sind. Jetzt kommen immer noch Mails auf dem Account von Herrn Stockburger an. Unabhängig davon, daß ich diese zum Glück lesen kann:
Ich verstehe nicht, wie man so ein schlechtes CRM haben kann!”
Die Antwort kam umgehend und enthielt sogar ein E-Wort.
“Sehr geehrte Frau Jauernig,
unsere Datenbank wurde nun aktualisiert. Bitten entschuldigen Sie diesen Vorfall.
Mit freundlichen Grüßen
[gleicher Sachbearbeiter]
Kundenbetreuung”
Den Tippfehler kann ich verschmerzen. Ich gehe davon aus, daß ich beim nächsten Briefkastenbesuch an der Wohnung von Ulrich wieder Post dort eingelegt finde. Aber das ist nochmal ne andere Baustelle. Und ja, es gibt einen Nachsendeauftrag :)
Am 14. Dezember 2009 um 15:39 Uhr
Jaja, die Post und ihre effiziente Datenverarbeitung. Ich hatte regelmäßig Briefe unter meiner alten Adresse. Trotz Nachsendeauftrag. Interessanterweise nur welche mit computergeschriebener Adresse. Handgeschriebene Sendungen kamen immer an der Nachsendeadresse an.