mein erstes IN :)
27. Juli 2010Heute kam mein erstes eigenes IN-Verfahren.
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Heute kam mein erstes eigenes IN-Verfahren.
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Das Insolvenzverfahren vom Mandanten Blum wurde mit unserer Hilfe und Vorbereitung im Mai 2009 eröffnet. Jung, unerfahren als Unternehmer, falsche Prioritäten und Entscheidungen, Ergebnis: EUR 140.000,00 Schulden.
Der Termin war auf 08.00 Uhr morgens angesetzt beim zuständigen Amtsgericht. Anwesend natürlich der zuständige Rechtspfleger, der Insolvenzverwalter vom Mandanten. Mein Mandant war mit Lebensgefährtin erschienen - nach einer schlaflosen Nacht.
Und noch erschienen: Der zuständige Vertreter des Sachbearbeiters vom Finanzamt. Bedauerlicherweise völlig unerfahren in Insolvenzangelegenheiten. Au backe.
Nach 3 Jahren, 9 Monaten und einigen Wochen und Tagen ist endlich ein Projekt von mir umgesetzt geworden, was mir wirklich sehr wichtig ist:
Wir haben endlich eine Außenbeschilderung am Bergwerk!
So
toll sieht es jetzt aus :-)
Und, oh Wunder! Es war nicht mal eine Baugenehmigung notwendig.
Auf der Hauptstrassen-Seite ist auch ein Schild angebracht. Dieses Projekt ist immer irgendwie hintenrunter gefallen ob dem Tagesgeschäft. Gut, daß ich, wenn ich etwas unbedingt will, daß meistens erfolgreich zeitnah durchdrücke. Und das wollte ich jetzt wirklich unbedingt.
Ulrich könnte ich jetzt mit einem Augenzwinkern fragen: “Sind wir jetzt eine richtige Firma?” :-)
Seit 01.07.2010 können bestehende Konten in ein sogenanntes P-Konto umgewandelt werden. Dieses Konto bietet einen gewissen Schutz bei einer eingehenden Kontopfändung. Man erspart sich den mühsamen Weg zur Erlangung eines Kontenschutz-Beschlusses beim Amtsgericht.
Eine FAQ wird hier bereitgestellt.
Mal schauen, wie groß die Fragezeichen bei den Bankbeamtenangestellten sind, wenn ich die ersten Mandanten mit einer solchen “Bitte” dort hinschicken :-)
Im Rahmen meiner aktuellen Fortbildungsmaßnahme habe ich verschiedene aktuelle Ziegelsteine erworben. Der Schönfelder ist natürlich _das_ Original. Daneben - völlig unbedeutend - gibt es diese handlichen Dinger auch noch für Steuergesetze, Steuerrichtlinien und Steuererlasse.
Und beim Besuch bei Hosers habe ich mich diesmal tatsächlich dazu entschlossen, die Ergänzungslieferung zu abonnieren. Am Samstag kam dann auch gleich die erste. Ich glaube, die letzte Ergänzungslieferung habe ich irgendwann 1993 oder 1994 in meiner damaligen Ausbildungskanzlei einsortiert. In den Jahren seither habe ich immer komplett neue Ziegelsteine gekauft und mich um das lästige Einsortieren so gedrückt.
Und ich hatte Glück: ich kann es tatsächlich noch und ausserdem bestand die Lieferung lediglich aus dem _komplett_ ausgetauschten EStG. Das sieht man dem Ding natürlich von außen nicht an und ich hatte schon befürchtet, jetzt erstmal 3 Stunden gegen dieses Dünndruckpapier kämpfen zu müssen. Was für ein Glück.
Dann kann ich ja auch gleich viel früher mit dem Lernen anfangen ;-)
Frau M. ist wirklich verzweifelt. Dies zeigen schon die Schreibmaschinen-Buchstaben und insbesondere die Ausrufezeichen nach jedem Satz! Schließlich versteigere ich das, wofür ihr Vater und sie gearbeitet haben. Dazu muß ergänzend angefügt werden, daß Frau M. in keinster Weise in irgend einem Verfahren Beteiligte ist, weder im Insolvenzverfahren als Gläubiger noch im Versteigerungsverfahren gem. § 9 ZVG. Sie soll wohl lediglich mal die Lebensgefährtin des Insolvenzschuldners gewesen sein.
Als Insolvenzverwalter bin ich gehalten, gem. § 1 InsO, das Vermögen des Schuldners zu verwerten und den Erlös zu verteilen. In diesem Fall handelt es sich beim Vermögen des Schuldners unter anderem um ein Haus am anderen Ende der Bundesrepublik. Dies impliziert ja im Grunde auch schon, daß Frau M. offensichtlich nicht Eigentümerin des Grundstückes sein kann. Denn sonst wäre das Grundstück nicht im Insolvenzbeschlag und ich könnte nicht einfach so ihr “ganzes Vermögen” versteigern.
Nachdem ich in der vorvergangenen Woche eine Woche Blockunterricht Umsatzsteuer und Ertragsteuern geniessen durfte, war ich dann in der letzten Woche erstmal im Urlaub.
Nun bin ich wieder da und es ist toll, wieder im Büro zu sein.
Ich wühle mich grad durch 7 Tage Eingangspost. So komprimiert, ist das einerseits ganz effizient, andererseits auch echt erschlagend. Teilweise ist wirklich tolle Post mit tollen (Zwischen)-Ergebnissen dabei, bei anderen Sachen kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Ich schau mal, dass ich ein paar Schmankerl posten werde :-)
Eigentlich eine simple Frage. Aber ich fand es trotzdem beeindruckend, sie gestellt zu bekommen.
Gestellt hat sie mir Herr Müller, der mit seiner Frau Schöneich-Müller von mir in das Insolvenzverfahren begleitet wurde. Das wäre jetzt ja erstmal nichts besonderes, wenn Herr Müller nicht selbst so viele Probleme und Schwierigkeiten hat, daß ich mich frage, wo er die Kraft hernimmt. Wir sitzen gemeinsam mit dem bestellten Insolvenzverwalter in der Wohnküche und besprechen die beiden “Fälle”.
Nach dem heutigen Donnerstags-Jour-Fix habe ich via Direktionsrecht 4 Mitarbeiter nach Hause geschickt. Völlig krank hier rumgeistern geht gar nicht.
Grippe, wahlweise mit Magen-Darm oder ohne, völlig erkältet, mit Halsschmerzen oder ohne, Husten, der sich nach offener TB anhört, ist grad so das Best-Of, was wir hier zu bieten haben.
Da gibt es dann auch keine Diskussionen mit mir: Heim und ab ins Bett.
Ich glaub, wenn ich so runterhöre aus meinem Dachgeschoss, brauchen die das auch noch schriftlich. Mal rausschmeißen endlich :)
Mitte November 2008 kam Frau Gabel zur Erstberatung.
Eigentlich ein einfacher Fall: Konsumkredite umgeschuldet und umgeschuldet und umgeschuldet und nun warens ca. EUR 50.000,00 bei der Deutschen Bank. Sonst keine weiteren Gläubiger.
Im Juni 2009 konnte das Verbraucherinsolvenzverfahren dann eröffnet werden. Mitte November 2009 wurde das Verbraucherinsolvenzverfahren dann bereits wieder beendet und die Wohlverhaltensperiode ging los. Alles in trockenen Tüchern sozusagen.
Auch Felix. Der war im November 2008 11 Wochen alt und seine Mutter hat sich nach der Beratung bei uns entschieden, nicht abzutreiben wegen den Schulden.
Frau Nitsche ist ganz stolz. :-)